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Urologische Krankheiten

Blasenkrebs
Neoplasma vesicae

Harnblasenkrebs ist der häufigste Tumor im Harntrakt, er verursacht ca.3-4% aller Krebstodesfälle. Männer sind ca.3x häufiger als Frauen betroffen.

Die meisten Blasentumoren haben ihren Ursprung in der Schleimhaut der Blase (Urothel), sie wachsen teils blumenkohlartig (papillär) ins Blasenlumen, aber auch in die muskuläre Blasenwand, man spricht dann von muskelinvasiven Tumoren!

Risikofaktoren:
Industrielle Karzinogene (Benzidin, Naphthylamin, Lösungsmittel)
Phenacetinmetabolite, Süßstoffe (Saccharin, Cyclamate)
Nahrungs- und Genußmittelkarzinogene (Tabak, Nitrosamine)
Chronische Entzündungen, Bilharziose

Symptome:
In den Anfangsstadien sind kaum Symptome vorhanden, meist ist die schmerzlose Makrohämaturie (blutiger Harn) das erste Symptom. Mäßige Beschwerden beim Wasserlassen, verstärkter Harndrang und Schmerzen im Unterbauch sind selten auch frühe Symtome.

Diagnose:
Nach Harn- und Ultraschalluntersuchung kann die Diagnose nur durch eine Blasenspiegelung (Cystoskopie), welche in der Ordination durchgeführt wird, gestellt.
(siehe auch Spezialist für...Endoskopie)

Therapie:
Jeder Blasentumor wird zunächst endoskopisch (durch die Harnröhre)operiert(TURV).In ca.50% aller Tumoren ist so eine Heilung möglich.
Da diese Erkrankung in vielen Fällen rezidivierend verläuft sind mehrmalige Operationen nicht ungewöhnlich. Der Eingriff verläuft schmerzlos(Narkose), nach wenigen Tagen kann der Patient meist das Spital verlassen.
Bei manchen Patienten werden nach der Operation Blaseninstillationen mit verschiedenen Substanzen durchgeführt. Bei Fortgeschrittenen Tumoren sind auch verschiedene Chemotherapien möglich und wirkungsvoll.
Handelt es sich um "muskelinvasive Tumoren" (tief in die Blasenwand einwachsend) wird oft eine radikale Cystektomie (Entfernung von Blase und Prostata) durchgeführt.