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Urologische Krankheiten
UROLITHIASIS
Das Harnsteinleiden ist eine seit Jahrtausenden bekannte Erkrankung, ca.1-10% der Bevölkerung sind
betroffen.
Geographische-, Klimatische-, Ernährungsbedingte und genetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle,
Männer erkranken häufiger.
75% aller Steine sind Kalziumsalze.Durch Kristallisation entstehen Sie meist in der Niere, mit dem
Harntransport gelangen Sie oft in den Harnleiter.
Durch die entstehende Abflußbehinderung (Obstruktion) kommt es zur Harnstauung und Koliken.
Diagnose
Bei entsprechenden Beschwerden kann durch eine sorgfältige Ultraschalluntersuchung ein
Harnsteinleiden nachgewiesen werden. Durch eine Kontrastmittel-Röntgenuntersuchung (IVU) wird dann
das therapeutische Vorgehen bestimmt:
Therapie
Da viele Steine selbstständig Ihren "Weg finden" und spontan abgehen, kann auch Zuwarten die richtige
Therapie sein (dies kann nur der Urologe entscheiden).
Im Falle von Schmerzen, Fieber oder Harnstauung muß unverzüglich eine Harnableitung durch eine
"DJ-Stent/Splint" (innere Schiene) oder durch eine "perkutane Nephrostomie" (Nierenkatheter) angelegt
werden.
Ureteroskopie (Harnleiterspiegelung): im Harnleiter können Steine unter Sicht mittels
Laser oder Lithoclast (Presslufthammer!!) zertrümmert und entfernt werden. Dies ist heute bereits
bei den meisten Steinen die Standardtherapie, der Pat.kann am nächsten Tag das Spital verlassen,
meistens sogar "steinfrei"!
ESWL (extrakorporale Stoß Wellen Therapie): durch Stoßwellen können Steine in Niere
und Harnleiter zertrümmert werden, oft dauert es jedoch Wochen bis die Steinbrösel abgehen.
Vorteil ist die Durchführbarkeit ohne Narkose.
PCL (perkutane Lithotrypsie): mit Spezialinstrumenten kann in der Niere durch die
Haut eine Steintherapie durchgeführt werden. Dies ist bei großen Nieresteinen die effektivste
Therapie.
Lithotomie (Schnittoperation): offene Operationen sind nur noch in äußerst seltenen
Fällen nötig.
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