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Urologische Krankheiten
Prostatakrebs (Prostatacarcinom)
Prostatakrebs ist der häufigste Tumor beim Mann über 50 in Österreich (Prostatavorsoge).
Zahlreiche Risikofaktoren wurden untersucht (Ernährungsgewohnheiten, Lifestyle, Rauchen,...),
jedoch konnte nur bei genetischer Disposition, das heißt wenn Vater, Bruder oder andere
männliche Blutsverwandte erkrankt sind, ein bis zu 3-fach erhöhtes Risiko nachgewiesen werden!
Die Diagnose wird durch ultraschall-gesteuerte Prostatabiopsie (transrektale Sonographie) oder
im Rahmen einer Prostataresektion (TURP) gestellt.
Meist handelt es sich um Adenocarcinome, welche vor allem in die Beckenlymphknoten und in
die Knochen (häufig Wirbelsäule) metastasieren.
Tumorstadien:
T1: Tumoren werden durch TURP oder Prostatabiopsie diagnostiziert,
das wahre Tumorstadium kann erst durch
radikale Prostatektomie
erkannt werden.
T2: Tumor nur in Prostata
T3: Tumor durchbricht Prostatakapsel oder wächst in Samenblasen
T4: Tumor infiltriert Blase, Mastdarm oder Beckenwand
Therapie:
Radikale Prostatektomie: Entfernung der Prostata und Samenblasen sowie der
Beckenlymphknoten. Dies ist die Standardtherapie wenn ein organbegrenzter Tumor
vermutet wird und der Pat.in gutem Allgemeinzustand ist.
Beste und sicherste Therapiemöglichkeit.
Strahlentherapie: sowohl bei Frühstadien der Erkrankung möglich (z.B.wenn Patient
in schlechtem Allgemeinzustand ist oder Operation ablehnt) als auch als zusätzliche
Maßnahme nach rad.Prostatektomie.
Hormontherapie: der Hormonentzug kann durch Entfernung des Hodengewebes
(Orchiektomie) oder durch Medikamente (3 Monate-Depot Spritzen) durchgeführt werden.
Nebenwirkungen sind Impotenz und Hitzewallungen.
Ultraschallaufnahme Prostatakarzinom
Medizinische Information zur Prostata
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